Das QM-System DIN EN ISO 9000ff (ISO) verfügt über einen Marktanteil von 32,1 Prozent und bleibt damit das am weitesten verbreitete Qualitätsmanagement-System unter niedergelassenen Ärzten in Deutschland.
Das hat die Studie “Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis 2008″ der Stiftung Gesundheit ergeben.
Das System QEP hat stark aufgeholt und liegt mit 24,6 Prozent auf dem zweiten Platz. Damit ist eine klare Tendenz in der Verbreitung der verschiedenen QM-Systeme erkennbar. Denn noch im Vorjahr hatte QEP lediglich einen Marktanteil von 4,9 Prozent.
Während sich 2007 über 67 % noch nicht für ein System entschieden hatten, waren in diesem Jahr nur noch 8,4 % unentschlossen.
Bis Ende 2009 beziehungsweise vier Jahre nach Beginn ihrer vertragsärztlichen Tätigkeit müssen Ärzte auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ein QM-System eingeführt haben.
Differenziert nach Praxisart zeigt sich, dass QEP in Einzelpraxen stärker vertreten ist als in Gemeinschaftspraxen. Unter den Fachdisziplinen dominiert QEP bei den psychotherapeutischen Fachgruppen (52,5 Prozent). Bei den Humanmedizinern führt ISO, allerdings hat QEP stark aufgeholt. Bei den Zahnmedizinern liegt ISO mit 41,3 Prozent vorn.
Durchgeführt wurde die Erhebung von der Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse (www.ggma.de) im Auftrag der Stiftung Gesundheit. 30.149 Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten wurden befragt, 1.260 Personen lieferten aussagekräftige Daten.
Die entsprechende Studie finden Sie hier: Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis 2008
