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Implantieren in fremder Praxis auf Honorar-Basis – ein gefährlicher Trend

In Kliniken ist es Alltag: Ärzte verschiedener Fachbereiche behandeln einen Patienten – jeder auf seinem Spezialgebiet. Doch ist es möglich, in der eigenen Zahnarztpraxis durch einen anderen spezialisierten Zahnarzt bestimmte Leistungen anbieten zu lassen? Gerade im Bereich der Implantologie kennt man das durchaus. Ein Praxisinhaber, der selbst nicht implantieren möchte, zieht einen spezialisierten Kollegen hinzu. Dieser kommt dann in die Praxis des Kollegen und behandelt dessen Patienten.

Diese Vorgehensweise hat nachvollziehbare Vorteile. Die Patienten müssen sich nicht in eine fremde Umgebung begeben, sind in der Behandlung dadurch möglicherweise weniger nervös und werden auch nicht abspenstig gemacht.

Zugleich können Synergien bei den tätigen Zahnärzten erzeugt werden. Seltene Spezialbehandlungen können in allgemein tätigen Praxen angeboten werden, eine einfachere Absprache mit dem vor- und nachbehandelnden Zahnarzt wird ermöglicht und der hinzugezogene spezialisierte Kollege kann seine Bekanntheit steigern.

Doch ist dieses Modell rechtlich überhaupt zulässig? Was sind die Voraussetzungen und Grenzen? Und welche Probleme bereitet dieses Modell im Hinblick auf Haftung und Abrechnung der zahnärztlichen Leistungen? Weiterlesen…

RA Pätzold

Autor: RA Pätzold

Jens Pätzold ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht und als Healthcare-Experte spezialisiert auf die Beratung medizinischer Leistungserbringer. Seit 2002 betreut er bundesweit (Zahn-)Arztpraxen bei der strategischen Optimierung und hat dabei zahlreichen Praxen in Deutschland mit seinem strategischen und rechtlichen Fachwissen zu einem weit überdurchschnittlichen Wachstum und Ertrag verholfen. Weitere Beratungsschwerpunkte sind das Compliance Management im Gesundheitswesen sowie die Beratung und Vertretung von Healthcare-Unternehmen (z.B. Medizinprodukte- und Medizingerätehersteller, Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln oder Kosmetika).

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