Gesundheitspolitik der Großen Koalition

Gesundheitspolitik der Großen Koalition

Familiennachzug, paritätische Kassenbeiträge, kein höherer Spitzensteuersatz: Union und SPD haben sich bei den Sondierungen nach 24 Stunden geeinigt. Doch das Sondierungspapier zur Gesundheitspolitik der kommenden GroKo bleibt beim wichtigen Thema “Gesundheit“ unfassbar oberflächlich. Kein Wort zu so wichtigen Themen wie

  • Telemedizin,
  • Einfluss der Technologien auf die Langzeitkosten des Gesundheitswesens,
  • Fachkräftemangel im Gesundheitswesen,
  • langfristige Tragfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung usw.

Hier der vollständige Text des Sondierungspapiers zur Gesundheitspolitik: Weiterlesen

Koalitionsvertrag legt Rahmenbedingungen für künftige Gesundheitspolitik fest

Es ist geschafft. CDU, CSU und FDP haben sich auf einen Koalitionsvertrag verständigt, der zumindest auch die Rahmenbedingungen für die künftige Gesundheitspolitik festlegt.

Kritik ist bereits flächendeckend zu vernehmen, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass die neue Regierung noch nicht einmal im Amt ist. Hatten die Regierenden bislang 100 Tage Zeit, bevor ein erstes Fazit gezogen wurde, müssen sich die Koalitionsparteien nun also bereits vor Regierungsantritt mit einer vielstimmigen Kritik auseinandersetzen.

Ob diese Kritik berechtigt ist wird davon abhängen, ob sich die Regierungsparteien in den kommenden Wochen auf ein tragfähiges Konzept in der Gesundheitspolitik verständigen können.

Damit Sie sich ein eigenes Bild von den Absichten der Regierungsparteien machen können, erhalten Sie HIER einen Auszug des Koalitionsvertrages, der den Abschnitt zur Gesundheitspolitik enthält.

Unter anderem ist dort zu lesen, Weiterlesen

(Z)-MVZ: Diskussion ist wichtig, doch bitte ohne Absurditäten!

(Z)-MVZ: Diskussion ist wichtig, doch bitte ohne Absurditäten!

Im Rahmen des TSVG-Gesetzgebungsverfahrens nimmt die Schärfe in der Auseinandersetzung über die krankenhausgetragenen (Z-)MVZ zu. Dies gilt insbesondere nach der Stellungnahme des Bundesrates, Krankenhaus-MVZ an den Planungsbereich des Krankenhauses zu binden sowie nach dem Gemeinsamen Papier von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV), Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV), Bundesärztekammer (BÄK) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Gründungsmöglichkeiten von MVZ einzuschränken. In der politischen Diskussion freilich nimmt die MVZ-Diskussion bisher eher eine Fußnote ein. Viel verbissener wird beispielswese über die verpflichtende Erhöhung der Sprechstundenzahl für Vertragsärzte und die Zugangsmöglichkeiten zur vertragspsychotherapeutischen Versorgung gestritten. Vielleicht wird die Argumentation auf Seiten der Standesvertreter deshalb immer schriller. Dabei tun sich insbesondere KZBV und der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FDVZ) hervor. Ihre Sichtweise pflegen sie insbesondere über die „Zahnärztlichen Mitteilungen“ (ZM) der Öffentlichkeit darzulegen. Die KZBV ist Mitherausgeber der ZM. Vorliegend in meinem Beitrag soll es gar nicht um den Meinungsstreit an sich gehen, sondern um die gepflegte inhaltliche und formale Argumentationsweise.

Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen

In dieser Woche bezweifelte die KZBV die MVZ-Statistiken der Kanzlei Lyck+Pätzold, die Rechtsanwalt Jens Pätzold in einem Interview mit der Zahnarztwoche (DZW) genannt hatte und fügte stattdessen ihre eigene Statistik an, nach der fast keine Z-MVZ auf dem Land gegründet worden seien (Zahneins: Nur 4 Z-MVZ sind auf dem Land!). Die KZBV nutzt dabei die Übersicht über die siedlungsstukturellen Kreistypen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BSSR), die von diesem selbst als „generalisiert“ bezeichnet wird. Wenn man diese generalisierende Darstellung heranzieht, gibt es insbesondere in Deutschland, insbesondere in den alten Bundesländern, kaum noch ländliche Gebiete: In ganz Nordrhein-Westfalen sind danach nur der Hochsauerlandkreis und der Kreis Höxter als „Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen“ ausgewiesen. Das bedeutet im Klartext: Nach Ansicht der KZBV sind z. B. der Kreis Olpe im Sauerland oder von Autobahnen und Bahnlinien weit entfernte Städte wie Rüthen und Warstein im Kreis Soest städtischer Bereich. Ebenso gilt dies in Hessen z. B. auch für die Region Odenwald. Diese groteske Vorgehensweise wird beim Blick auf die ärztliche Struktur in diesen Orten schnell deutlich. Man lebt dort „auf dem Land“, wie der Verfasser als langjähriger Kommunalpolitiker in Stadt und Kreis Soest und im Landschaftsverband Westfalen-Lippe gut weiß. Dass dort ein angeblich überversorgter städtischer Bereich liegen soll, muss den Bürgermeistern und Landräten vor Ort wie Hohn vorkommen. Und das sehen ja selbst die ZM ein, wenn sie in ihrem Artikel den Blick auf die (sehr flächengroße) Großstadt Bielefeld richten. Selbst in dieser Großstadt gibt es, wie sie selbst schreiben, schlecht versorgte ländliche Gebiete. Sollte aber ein Krankenhaus zum Beispiel im von den ZM genannten ländlichen Stadtteil „Hoberge-Uerentrup“ ein MVZ eröffnen, bliebe der Vorwurf des „städtischen Bereiches“ seitens der KZBV gegenüber dem Krankenhausträger immer noch erhalten. Und man mag sich weiterhin die Frage stellen, ob MVZ auf die Zahnarztdichte in den ländlichen Regionen nach BSSR (z. B. Mecklenburg-Vorpommern, Uckermarck, Bayerischer Wald, Vulkaneifel) überhaupt irgendeinen Einfluss nehmen.

Trend zur Anstellung

Mit einer etwas eigenartigen Argumentation wartete auch der FDVZ-Bundesvorsitzende Dr. Harald Schrader auf (Z-MVZ: FVDZ fordert Beschränkungen für Kaptialinvestoren). Er lässt sich von den ZM indirekt so zitieren: „Es sei bekannt, dass junge Zahnärzte mehrheitlich selbstständig und freiberuflich arbeiten möchten und in ihre Heimatregion zurückkehren wollen. Deswegen seien Z-MVZ auch aus Sicht junger Zahnärzte nicht notwendig.“ Diese Aussage befremdet aus zwei Gründen. Zum einen wird der Trend zur Anstellung (und zu Teilzeit) bei jungen (Zahn)mediziner(inne)n von vielen Marktakteuren beobachtet (Ärztestatistik: Mehr Ärzte, Trend zur Anstellung; Umfrage: Trend zur Anstellung verschärft Ärztemangel; Zeitenwende in der Zahnmedizin?). Außerdem lässt die Aussage eine gewisse Sorgsamkeit in der Begründung vermissen: Wenn nämlich nach Ansicht des FDVZ die jungen Zahnärzte wünschen,  selbstständig tätig zu sein und zudem in ihre Heimatregion zurückkehren wollen, bleibt fraglich, warum KZBV und FVDZ mit derartigem Verve gegen Z-MVZ kämpfen. Dann bedrohen die Z-MVZ doch gar nicht die Versorgung, da die jungen Leute nach Ansicht des FDVZ gar nicht in einem Z-MVZ arbeiten möchten – selbst wenn es in ihrer Heimatregion sogar ein Z-MVZ geben sollte.

Gesundheitssystem für alle Patienten

Natürlich ist eine politische Diskussion auf dem wichtigen Feld der Gesundheitspolitik nötig und erwünscht. Dies zeichnet eine demokratischen und pluralistische Gesellschaft aus. Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die KZBV und ein einflussreicher Verband wie der FDVZ sollten unsorgfältigen Schnellschüssen den Rücken kehren und im politischen Meinungsstreit zu einer wohlbegründeteten Argumentation zurückfinden, die in sich schlüssig ist und sich nicht selbst widerspricht. Ziel aller Akteure sollte es sein, ein leistungsfähiges und gut erreichbares Gesundheitssystem für alle Patienten bereit zu stellen und den Berufsausübungswünschen der (Zahn)ärzte – im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs – so weit wie möglich entgegenzukommen. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte in Einzelpraxen, Berufsausübungsgemeinschaften, Medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäusern zählt nämlich vor allem eins: Die Sorge um die Gesundheit ihrer Patienten. Und es ist gut, dass der Gesetzgeber hierfür verschiedene Formen der Berufsausübung eröffnet.
Lyck+Pätzold. healthcare.recht eröffnet zweiten Standort in Düsseldorf

Lyck+Pätzold. healthcare.recht eröffnet zweiten Standort in Düsseldorf

Horizonte erweitern – Mit dem heutigen Tag verfügt unsere Kanzlei für Medizinrecht neben ihrem Stammsitz in Bad Homburg über einen zweiten Standort in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.

Wir freuen uns, damit allen unseren Mandanten in der Rhein-Ruhr Region nun auch vor Ort zur Verfügung zu stehen und Besprechungen in eigenen Räumlichkeiten anbieten zu können. Die Hauptverwaltung unserer Kanzlei bleibt natürlich in Bad Homburg. Die Verwaltung beider Standorte über unser Büro in Bad Homburg ist aufgrund der vollständigen Digitalisierung unseres Büros ganz einfach möglich.

Wir haben uns für Düsseldorf als Niederlassungsstandort entschieden, da unsere Kanzlei hier bereits über einen gut entwickelten Mandantenstamm und zahlreiche Kontakte verfügt. Zudem ist die Hauptstadt des größten Bundeslandes auch ein Ort, an dem die Möglichkeit besteht, Gesundheitspolitik aktiv mitzugestalten. Beeinflusst hat unsere Entscheidung für den Standort Düsseldorf aber auch, dass Unternehmen aus NRW speziell in der Medizintechnik eine internationale Spitzenstellung einnehmen.

Rund 200 hauptsächlich mittelständische medizintechnische Firmen erwirtschaften in NRW einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Und einmal jährlich versammeln sich in Düsseldorf rund 130.000 Fachbesucher aus aller Welt beim Weltforum der Medizin: der MEDICA, der internationalen Fachmesse für Medizintechnik, Elektromedizin, Laborausstattung, Diagnostica und Arzneimittel. Insgesamt also ein geradezu prädestinierter Standort für eine Kanzlei, die sich auf die Beratung der Healthcare-Branche im Medizinrecht spezialisiert hat.

In Düsseldorf finden Sie uns in der Kaiserswerther Straße 215 in der 9. Etage des THREE GEORGE. Von hier aus genießen Sie einen wunderschönen Ausblick auf den Rhein. Das Gebäude mit seiner einzigartigen, repräsentativen Fassade, wurde von dem international renommierten Stararchitekten Hadi Teherani entworfen, der auch den Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt entworfen hat.

Für Terminvereinbarungen am Standort Düsseldorf wenden Sie sich einfach an uns unter unserer bekannten Rufnummer 06172-139960. Wir freuen uns, für Sie da zu sein.

Seminare und mehr..

Seminare und mehr..

Seit vielen Jahren bieten wir regelmäßig Zahnarzt Seminare an, deren Themen daran ausgerichtet sind, Sie in Ihrer erfolgreichen Praxisführung zu unterstützen.

Seminare

2017 waren unsere Rechtsanwälte weit über 100 Seminartage für Ärzte und Zahnärzte im In- und Ausland als Referenten gebucht. Und auch für 2018 befinden sich bereits mehr als 80 Seminartage in Vorbereitung. Zum Jahresauftakt geht es diesmal nach Berlin zu „Alles außer Zähne„.

Dort erwartet Sie, als Gastgeber die Studiengruppe für Restaurative Zahnheilkunde und m:consult GmbH mit einem ganz besonderen Kongressprogramm. Sie erleben anderthalb Tage mit spannenden Präsentationen und intensivem Austausch über alles, was zu Ihrem Praxiserfolg beiträgt – außer eben Zähne. Weiterlesen

TOP-Zahnarzt-Seminar zum Praxismarketing im August

TOP-Zahnarzt-Seminar zum Praxismarketing im August

Sie sind Zahnarzt und möchten das Marketing Ihrer Praxis auf ein neues Level heben?  Dann begleiten Sie uns zu einem exklusiven Zahnarzt-Seminar vom 13. – 16. August 2015 nach Mallorca.

Gemeinsam mit Flemming Dental und der Agentur M:Consult präsentieren wir Ihnen ein ein 3 1/2 – tägiges Seminar zum Thema „Praxismarketing“.

Um eine intensive und effiziente Zusammenarbeit zu garantieren, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Ziel des Seminars ist zum einen die gemeinsame Entwicklung neuer Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen und zum anderen die Förderung des Austausches zwischen innovativen und erfolgreichen Praxen aus ganz Deutschland.

Wenn Sie unsere Seminare auf Mallorca noch nicht kennen, hier eine kleine Impression: Weiterlesen

Seminare 2015 für Ärzte und Zahnärzte

Seminare 2015 für Ärzte und Zahnärzte

Seit vielen Jahren bieten wir regelmäßig Zahnarzt Seminare an, deren Themen daran ausgerichtet sind, Sie in Ihrer erfolgreichen Praxisführung zu unterstützen. Wenn Sie wirklich inspirierende Fortbildungsmöglichkeiten suchen, um sich unternehmerisch weiter zu entwickeln, dann laden wir Sie ein, sich einmal unser Seminarprogramm 2015 genauer anzuschauen. Insbesondere möchten wir Sie hinweisen  auf unsere Zahnarzt-Seminare, die wir auch 2015 wieder gemeinsam mir unserem Kooperationspartner M:Consult an besonderen Orten veranstalten:

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